Liebe Münsteranerinnen und Münsteraner,

in den vergangenen vier Jahren in Berlin wie in einem summenden Bienenstock gefühlt. Als gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion war ich viel  gefragt und unermüdlich unterwegs, um eine gute gesundheitliche Versorgung und gerechte Finanzierung im Gesundheitswesen voran zu bringen. Mit einigen Gesetzesinitiativen bin ich sogar aus der Opposition heraus erfolgreich gewesen. So konnte ich konkrete Verbesserungen für die psychiatrische Versorgung, für die Hospizarbeit sowie in der Suizidprävention erreichen. Das beflügelt und zeigt, trotz großer Hürden führen Beharrlichkeit und fundierte Arbeit am Ende doch zum Ziel.

Hieß es noch vor nicht allzu langer Zeit, die Ziele der Grünen seien alle erreicht, man brauche sie nicht mehr. Weit gefehlt – nie war der Einfluss von Klima und Umweltbedingungen auf die Lebensumstände für uns Menschen, auf unsere Gesundheit spürbarer als heute. Lärm, Abgase, Stress und Rückstände in Nahrungsmitteln machen krank. Auch die hohe Zahl von Menschen mit einer psychischen Erkrankung zeigt: wir müssen umdenken und unsere Art zu leben, hinterfragen. Jede und jeder kann dazu beitragen, gemeinsam können wir viel bewegen.

Als Ausgleich und Gegengewicht zu der vielschichtigen und oft auch gehetzten Arbeit als Abgeordnete schätze ich es, mich draußen in der Natur aufzuhalten. Joggen, Rennradfahren, Bergwandern und Gartenarbeit helfen mir mal, Abstand zu nehmen, innezuhalten, mich an den kleinen Dingen zu erfreuen. Seitdem wir in unserem Garten Bienen halten, erlebe ich hautnah und fasziniert, welchen Stellenwert diese Insekten für uns Menschen haben. Zugleich wächst die konkrete Vorstellung, wie sehr die  Artenvielfalt durch das Handeln von uns Menschen bedroht ist.

Ihre Maria Klein-Schmeink